Resilienz aufbauen Teil 2: Wie du Resilienz aufbaust – mental & körperlich

Mann wandert mit Rucksack durch die Natur – Symbol für mentale Stärke und Resilienz

Echte Stärke entsteht nicht im Fitnessstudio – sondern dann, wenn du dich selbst herausforderst.

Hier zeige ich dir, wie du Körper und Geist bewusst forderst, deine Leidensfähigkeit trainierst und echte mentale Power entwickelst. Resilienz bedeutet, auch dann weiterzumachen, wenn alles in dir aufgeben will. Und genau das kannst du lernen.

1. Alles hat ein Ende

So platt es klingt – aber jede Phase, in der du gerade steckst, geht vorbei.

Das Leben ist wie eine Achterbahnfahrt: Es geht hoch, runter, wieder hoch.

Wenn du dir bewusst machst, dass auch die Abfahrt nur temporär ist, nimmt das enorm viel Druck raus.

Du wechselst automatisch deine Perspektive – und erinnerst dich wieder daran, dass trotz allem immer auch Gutes da ist.

Diese Form von mentaler Stärke ist der erste Schritt, um echte Resilienz aufzubauen.

2. Trainiere deine Leidensfähigkeit bewusst (sofern du körperlich gesund bist)

Ja, du hast richtig gelesen. Wenn du Anstrengungen immer meidest, wirst du weich – körperlich wie mental.

Ich suche mir bewusst mehrmals im Jahr Situationen, die meinen Geist und meine Leidensfähigkeit herausfordern.

Ich rede nicht von ein bisschen Sport oder Eisbaden – das sind tolle Routinen für den Alltag aber echtes Resilienz-Training sieht anders aus.

  • Schnapp dir einen Rucksack und ein Zelt, zieh los ins Hochgebirge  bis deine Muskeln nach tausenden von Höhenmetern um Gnade winseln.
  •  Melde dich für einen Marathon an, obwohl du Laufen hasst.
  •  Mach mal körperlich harte Arbeit mit Schlafmangel z. B. Akkordarbeit auf einem Festival mit 20-Stunden-Schichten über mehrere Tage.
  • Stell dich deinen Ängsten oder mache was extremes wie einen Mammutmarsch.

Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig… Klingt verrückt?

Vielleicht. Aber genau in solchen Momenten lernst du:

Dein Körper und dein Geist sind zu so viel mehr fähig, als du glaubst. 

Und es geht nicht nur ums Physische – es geht darum, deine Komfortzone zu verlassen.

Das stärkt dein Selbstvertrauen und hilft dir, die nächste schwierige Phase mental stabiler zu überstehen.

Und noch etwas, ich sag’s mal überspitzt und frei heraus:

Jeder Mensch sollte sich selbst einmal freiwillig so weit gebracht haben, dass er einmal im Leben körperlich völlig erschöpft und heulend am Boden liegt – nur um dann festzustellen, dass er trotzdem nochmal aufstehen kann.

Vielleicht ein bisschen wahnsinng, aber genau diese Erfahrung formt wahre innere Stärke.  

Vielleicht bin ich deswegen auch so ein „abschreckend guter“ Mentalcoach, haha. 

Sieh diesen Abschnitt bitte mit einem zwinkernden Auge, diese Erfahrung ist schon sehr extrem und ich will nicht damit sagen, dass es der einzige Weg zu Resilienz ist. Mich hatte es sehr geprägt und ich wollte es gerne teilen. 

Dennoch plane ich tatsächlich ein Retreat, bei dem wir genau das trainieren – für Menschen, die ihre körperlichen und mentalen Grenzen erfahren und wirklich sehen wollen, wozu sie fähig sind. Alles eignet sich selbstverständlich auch für Frauen, die viel mehr Power in sich haben, als sie meist glauben. 

Fakt ist aber:

Durch Training – körperlich wie mental – wurde meine Resilienz massiv gestärkt.

Die Zeit bei der Bundeswehr hat den Grundstein gelegt und die vielen Jahre Kampfsport haben mich robust gemacht.

All das lässt sich auf das ganze Leben übertragen.

3. Das mentale Training

Auch mentaler Muskelaufbau funktioniert nicht durch „Trockentraining“.

Sich vorzustellen, wie stark du bist, hört genau in dem Moment auf, in dem der Schmerz beginnt.

Der Schlüssel liegt darin, nicht in Jammer- oder Opfermodus zu verfallen.

Selbstmitleid bringt dich keinen Zentimeter weiter.

Ein kraftvolles Werkzeug dafür ist Meditation.

Sie hilft dir, deine Gedanken und Emotionen zu steuern.

Du bleibst ruhiger, klarer, besonnener – auch dann, wenn’s richtig ungemütlich wird.

Nicht ohne Grund kombinieren viele fernöstliche Kampfkünste Kampftraining und Meditation.

Wenn du wissen willst, wie du mit Meditation startest, schau dir gern diesen Artikel an:

 [Wie du richtig meditierst – Einstieg in die Praxis] 

4. Hab einen Grund, weiterzumachen

Eine unheilbare Diagnose.

Den Verlust eines geliebten Menschen.

Der Traumjob, der plötzlich weg ist.

All das kann dich – wie ich aus Erfahrung weiß – komplett aus der Bahn werfen.

Wichtig ist:

Nimm dir Zeit, deine Emotionen zuzulassen.

Trauern, weinen – das ist nicht nur okay, das ist notwendig!

Sich da einfach „durchzubeißen“ hat nichts mit Stärke zu tun.

Echte Stärke bedeutet, zu fühlen –

und die Emotionen wirklich durchzufühlen, nicht sie in Aggression oder Ablenkung zu verwandeln.

Mit jemandem darüber zu reden kann enorm helfen.

Gerade Männern fällt das oft schwer – dank alter Rollenbilder.

Aber dann rede wenigstens mit dir selbst.

Und wenn du diese Phase hinter dir hast, dann richte deinen Blick wieder nach vorn.

Wir Menschen brauchen einen Auftrag, eine Mission, etwas, wofür es sich lohnt, morgens aufzustehen.

Wer nichts hat, wofür er kämpft, wird beim nächsten Rückschlag schnell umfallen.

Darum:

Finde deinen Grund, weiterzumachen.

Das ist der Kern von echter Resilienz.

Fazit

Resilienz aufbauen bedeutet, Körper und Geist gleichermaßen zu trainieren.

Nicht um unverwundbar zu werden – sondern um dich selbst besser zu kennen, bewusster zu fühlen und in schwierigen Zeiten handlungsfähig zu bleiben.

-> Weiter geht’s in Artikel 3: Akzeptanz, Humor & Perspektive – das wahre Fundament.

Lass uns gemeinsam hinschauen

Resilienz entsteht nicht dadurch, dass du immer stärker wirst – sondern indem du lernst, dich selbst in deiner Tiefe zu verstehen.

Manchmal brauchen wir jemanden, der uns erinnert, wozu wir wirklich fähig sind und der uns wieder mit dieser inneren Kraft verbindet, die längst da ist – nur verschüttet unter all dem, was das Leben uns abverlangt.

Wenn du spürst, dass du gerade an diesem Punkt bist, wo du bereit bist, nicht nur durchzuhalten, sondern wirklich zu wachsen – dann lass uns gemeinsam hinschauen.

In meinem 1:1 Coaching helfe ich dir, deine mentale Stärke aufzubauen, Klarheit zu finden und wieder in deine volle Energie zu kommen.

Tags :

Mindset & mentale Klarheit, Selbstregulation & Emotionen, Transformation & Wachstum