Janik Stuckardt
Oktober 21, 2025
Ich erzähle dir, wie ich sie bei der Bundeswehr, im Vertrieb und in meiner eigenen Heilung gefunden habe.
Wenn du dich fragst, warum zur Hölle ich da mit einem etwa 20-Kilo-Baumstamm auf dem Rücken stehe – und ob mir die ohnehin schon 30 Kilo Gepäck durch Rucksack und Ausrüstung nicht reichen – dann kann ich dich beruhigen: Das dachte ich mir damals auch.
Uns Fallschirmjägern wurde gerne nachgesagt, wir hätten nicht alle Tassen im Schrank. Aber diese Übung diente einem klaren Zweck: Sie sollte unsere Resilienz trainieren. Wir waren Anwärter fürs KSK und bereiteten uns auf die berüchtigte Höllenwoche vor.
Viele mentale Trainingstechniken, die ich heute kenne und vermittle, standen uns damals leider nicht zur Verfügung.
Die Devise lautete einfach: Durchziehen. Härter werden. Weiter durchziehen.
Wenn jemand gejammert hat, kam unweigerlich der Satz:
„Sie sind hier freiwillig. Sie wollen das so.“
Wer sich beschwerte, war früher oder später raus – und der Traum von den Spezialkräften war vorbei.
Die Resilienz kam irgendwie von allein – vor allem durch permanentes körperliches Training.
Den mentalen Aspekt musste ich mir selbst aneignen, durch Bücher und viel Selbstreflexion.
Ich wollte verstehen, wie ich die Strapazen tagelanger Gewaltmärsche nicht nur körperlich, sondern auch mental überstehen konnte.
Resilienz ist im Kern nichts anderes als psychische Widerstandsfähigkeit.
Ich nenne es gerne etwas salopper:
„Unfuckable werden – allem gegenüber, was das Leben dir vor die Füße wirft.“
Oder, gesellschaftstauglicher formuliert:
Ein mentales Schutzschild aufbauen, das dich bei Rückschlägen nicht sofort aus der Bahn wirft.
Diese innere Stärke – also Resilienz aufbauen – ist nichts, was man einmal lernt, sondern was man trainiert wie einen Muskel.
Ich behaupte, in meinem Leben gab es einige Situationen, die meine Resilienz nicht nur gefordert, sondern auch entscheidend geprägt haben.
Ganz vorne: meine chronische Darmerkrankung.
Aber auch meine erste Selbstständigkeit – viereinhalb Jahre Strukturvertrieb in der Finanz- und Versicherungsbranche – war eine enorme Schule in Sachen Durchhaltevermögen, Ablehnung und Frustrationstoleranz.
Und zuletzt: das Unternehmertum mit SoulSystems.
Auch hier gab und gibt es Momente, die Ausdauer, Geduld und innere Stärke fordern.
Resilienz ist eine Fähigkeit, die man vor allem dann schätzt, wenn man – bildlich gesprochen – gerade mit einer Abrissbirne zurück auf den Boden geschleudert wurde.
Nützlich ist sie in solchen Momenten auf jeden Fall –
aber das Erlernen davon? Macht selten Spaß.
Wie so oft beginnt alles mit dem richtigen Mindset.
„Positiv denken“ ist schön und gut – aber es geht tiefer.
Die entscheidende Frage ist:
Wie begegnest du Situationen, die dich komplett fordern und alles von dir abverlangen?
Ein Satz, der mir kurz vor einer vermeintlichen Chemotherapie nicht mehr aus dem Kopf ging, war dieser:
„Begegne dem, was dir bevorsteht, nicht mit Angst – sondern mit Hoffnung.“
In diesem Satz steckt mehr Wahrheit, als man auf den ersten Blick sieht.
(Spoiler: Die Krebsdiagnose erwies sich als Fehldiagnose. Die Chemo hätte ich „präventiv“ trotzdem bekommen sollen – ich lehnte dankend ab. Rückblickend war das wohl eine der besten Entscheidungen meines Lebens.)
Resilienz aufbauen heißt nicht, immer stark zu sein.
Es bedeutet, inmitten des Chaos ruhig zu bleiben – und zu wissen, dass jede Phase irgendwann vorbeigeht.
Resilienz ist keine angeborene Eigenschaft, sondern eine Fähigkeit, die du trainieren kannst.
Mit jedem Rückschlag wächst sie.
Weiter geht’s in Artikel 2: Wie du Resilienz aufbaust – mental & körperlich.




Resilienz entsteht nicht über Nacht. Aber sie wächst – mit jedem bewussten Schritt, den du gehst. Wenn du das Gefühl hast, es ist Zeit, dein Fundament zu stärken und dich selbst wieder mehr zu spüren, dann lass uns sprechen.
Im 1:1 Coaching gehen wir tief – weg von bloßem Durchhalten, hin zu echter innerer Stärke.
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